Mein Kind ist 3 und spricht kaum. Ist das normal?
Kinder beginnen in sehr unterschiedlichem Tempo zu sprechen, und manche sind einfach Spätzünder, die aufholen. Trotzdem bilden die meisten Kinder um drei kurze Sätze, benennen Alltagsdinge und werden von vertrauten Erwachsenen meist verstanden. Wenn dein Kind nur wenige Wörter sagt, lohnt sich deshalb ein genauerer Blick, nicht aus Panik, sondern weil frühe Unterstützung gut wirkt und nichts ausser etwas Zeit kostet. Zwei Dinge sind besonders wichtig. Erstens: Versteht dein Kind dich? Ein Kind, das einfache Bitten umsetzt, auf Dinge zeigt, um sie dir zu zeigen, und Als-ob-Spiele spielt, ist an einem ganz anderen Punkt als ein Kind, das scheinbar nicht hört oder keinen Kontakt aufnimmt. Zweitens: Wie verständigt sich dein Kind ohne Worte? Gesten, Blickkontakt und dir Spielsachen bringen, das alles ist auch Sprache. Zu Hause hilft es, zu beschreiben, was dein Kind gerade tut, gemeinsam Bilderbücher anzuschauen, kleine Pausen zu lassen, damit es antworten kann, und seine Worte zu erweitern: Aus «Auto» wird «Ja, ein rotes Auto, das fährt schnell.» Vermeide Abfragen und Nachsprechen-Lassen. Druck macht Kinder eher stiller, entspannte, warme Gespräche laden sie ein, es zu versuchen.
Wann du Hilfe holen solltest
Sprich bald mit deiner Kinderärztin oder deinem Kinderarzt, wenn dein Kind keine Zwei-Wort-Sätze bildet, einfache Bitten nicht zu verstehen scheint, selten zeigt oder Blickkontakt sucht, Wörter oder Fähigkeiten wieder verloren hat oder wenn du am Gehör zweifelst. Ein Hörtest und eine Abklärung bei der Logopädie sind übliche, harmlose erste Schritte.
Diese Antwort ist eine allgemeine Information und ersetzt keine ärztliche oder psychologische Beratung. Aktualisiert:
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