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13 bis 17 Jahre

Mein Teenager kann nicht vor Mitternacht einschlafen und ist morgens kaum wach zu kriegen. Ist das normal?

Ja, das ist grösstenteils biologisch. In der Pubertät verschiebt sich die innere Uhr nach hinten, Jugendliche werden also tatsächlich später müde und möchten morgens länger schlafen. Gleichzeitig brauchen sie immer noch mehr Schlaf als Erwachsene. Die Schule beginnt früh, darum haben viele Jugendliche chronisch zu wenig Schlaf, und das wirkt sich auf Stimmung, Konzentration, Lernen und sogar die körperliche Gesundheit aus. Das ist keine Faulheit. Hilfreich ist, mit ihrer Uhr zu arbeiten statt gegen sie. Macht gemeinsam eine realistische Abendroutine ab und erklär, warum, statt einfach Regeln aufzustellen. Bildschirme spielen eine grosse Rolle: helles Licht und packende Inhalte am Abend verzögern den Schlaf zusätzlich, darum machen Handy und Laptop nachts ausserhalb des Zimmers oder wenigstens eine feste Bildschirm-aus-Zeit einen echten Unterschied. Tageslicht am Morgen, regelmässige Bewegung und kein Koffein und keine Energydrinks am Nachmittag helfen ebenfalls. Versucht, am Wochenende höchstens ein, zwei Stunden später aufzustehen als an Schultagen, damit die Uhr nicht zu weit wegdriftet. Ein gelegentliches Nickerchen ist okay, aber nicht zu spät am Tag. Und sei Vorbild: Deine eigenen Abendgewohnheiten zählen.

Wann du Hilfe holen solltest

Sprich mit der Kinderarztpraxis, wenn dein Teenager trotz guter Gewohnheiten regelmässig nicht schlafen kann, tagsüber extrem müde ist oder im Unterricht einschläft, laut schnarcht oder nachts Atempausen zu haben scheint, wegen des Schlafs Schule verpasst oder wenn Schlafprobleme mit gedrückter Stimmung, Angst oder Grübeln einhergehen, die ihn wach halten.

Diese Antwort ist eine allgemeine Information und ersetzt keine ärztliche oder psychologische Beratung. Aktualisiert:

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